{"id":1422,"date":"2023-11-29T19:00:00","date_gmt":"2023-11-29T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/primaklima21.net\/?p=1422"},"modified":"2023-11-29T19:00:00","modified_gmt":"2023-11-29T18:00:00","slug":"abschlussfazit-aus-den-projektaktivitaeten-des-zu-ende-gehenden-jahres","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/primaklima21.net\/?p=1422","title":{"rendered":"Abschlu\u00dffazit aus den Projektaktivit\u00e4ten des zu Ende gehenden Jahres"},"content":{"rendered":"\n<p>In unseren kommunalen Aktivit\u00e4ten stellen wir die vorherrschenden Wohlstandsmodelle auf den Pr\u00fcfstand. Zusammen mit der Zivilgesellschaft konfrontieren wir die Kommunalpolitik mit neuen Leitbildern. Dem individuellen Luxus ist ein kollektiver Wohlstand, ein \u201e\u00f6ffentlicher Luxus\u201c, entgegen zu setzen, so der Befund bei unseren Veranstaltungen zu \u201eneuen Wohlstandsmodellen f\u00fcr die Transformation\u201c. F\u00fcr eine klima- und ressourcengerechte Gesellschaft spielt der notwendige Umbau der kommunalen Infrastruktur eine entscheidende Rolle, um die gesellschaftliche Teilhabe auch f\u00fcr weniger beg\u00fcterte Menschen sicherzustellen. Ihre Regulation muss ressourcenschonende Nutzungen priorisieren und verbrauchsintensive Nutzungen erschweren. Dies war der Schwerpunkt einer Podiumsdiskussion am 9. August mit den Kommunalpolitikern aus Ratsfraktionen und Stadtverwaltung, die mit Forderungen und Vorstellungen aus der aktiven Zivilgesellschaft konfrontiert wurden, Als \u00f6ffentliche Infrastruktur m\u00fcssen die lebensnotwendigen Bereiche, Energieversorgung, Mobilit\u00e4t, Wohnraum, Bildung, Gesundheit, Pflege, allen Menschen so zug\u00e4nglich sein wie sie f\u00fcr ein gutes Leben notwendig sind. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Gruppen sind wir beim Tag des Guten Lebens am 4. Juni in Wuppertal mit einem Gemeinschaftsstand von Aktionsgruppen zum Thema \u201eNeue \u00d6konomie\u201c mit Ausstellungen, einem Aktionstheater \u201eMenschenrechte bei der Handyproduktion\u201c und einem Kaffeeausschank aus dem Solidarischen Kaffeehandel (rojito) in viele spannende Gespr\u00e4che zur Zukunft unserer \u00d6konomie gekommen. Antwort auf die Frage: Wie ist ein gutes Leben f\u00fcr alle Menschen m\u00f6glich, bei dem das Klima, die Ressourcen und die Artenvielfalt erhalten bleiben? gab eine Veranstaltung am 9. Juli, in der Eckpunkte f\u00fcr eine\u00a0<strong>sozial\u00f6kologische Steuerreform<\/strong>\u00a0diskutiert wurden. Mit Umverteilung statt Verzicht k\u00f6nnen alle Menschen im \u201eLuxus\u201c leben. Wenn der gesellschaftliche \u00dcberschu\u00df abgesch\u00f6pft wird, kann das \u00d6ffentliche priorisiert werden. Allerdings muss Daseinsvorsorge vergesellschaftet werden, wie f\u00fcr die Energieversorgung (auf einer Veranstaltung im Vorjahr mit der Initiative \u201eRWE und Co enteignen\u201c) und f\u00fcr die Wohnungswirtschaft gezeigt wurde. Verteilung, Bewirtschaftung und Erneuerung des Wohnungsbestandes m\u00fcssen strikt am Gemeinwohl ausgerichtet werden. Da die Anbieterstruktur einseitig renditeorientiert ist, mu\u00df ein reguliertes gemein-wirtschaftliches Segment der sozialen und m\u00f6glichst klimaneutralen Wohnungsversorgung \u00fcber ein Sonderverm\u00f6gen geschaffen werden. Die Gesetzgeber k\u00f6nnen entscheiden, Grund und Boden sowie die Produktionsmittel der Immobilienfinanzindustrie in das Gemeineigentum oder eine andere Form der Gemeinwirtschaft zu \u00fcberf\u00fchren.\u00a0Bauen allein wird den Mangel an bezahlbaren Wohnungen nicht beheben und f\u00fchrt zu unertr\u00e4glichem Umweltverbrauch. F\u00fcr die sozial\u00f6kologische Transformation bietet die Angebotspolitik nur ein begrenztes L\u00f6sungspotenzial. Die gilt sowohl f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t, die Energieversorgung, den Wohnungsbau oder auch sinngem\u00e4\u00df bei der Steuerpolitik: Immer mu\u00df auch der Ressourcenverbrauch insgesamt eingeschr\u00e4nkt werden, was nur durch Verteilungsgerechtigkeit und radikale Verbrauchseinschr\u00e4nkungen bei den Reichen m\u00f6glich ist. Dabei mu\u00df der Staat gegen\u00fcber den Marktkr\u00e4ften eine aktivere Rolle einnehmen, indem aktiv Rahmenbedingungen, Produktionsstrukturen und soziale Infrastruktur reguliert werden. Die Eigentumsfrage spielt eine entscheidende Rolle: Wir k\u00f6nnen uns die Reichen nicht mehr leisten, sowohl wegen ihres Ressourcenverbrauchs, als auch wegen ihrer zur Finanzierung einer Klimapolitik n\u00f6tigen Verm\u00f6gen. Da Konzerne wie in der Wohnungs- und Energiewirtschaft Vonovia und RWE wegen ihrer Renditefixierung einer sozial gerechten und \u00f6kologischen Transformation im Wege stehen sind, sind die Forderungen nach Enteignung und Vergesellschaftung zu unterst\u00fctzen. Dass sich unser Wirtschaftssystem unserem Verstehen entzieht und oft nicht viel mehr als ein vages Gef\u00fchl hinterl\u00e4sst, dass irgendetwas schiefl\u00e4uft, war das Thema einer Film- und Diskussionsveranstaltung am 05.09. Der Film legte die Spielregeln unseres Finanzsystems offen und macht sichtbar, dass die Wirtschaft nur dann w\u00e4chst, dass Gewinne nur dann m\u00f6glich sind, wenn wir uns verschulden. Anhand von eindr\u00fccklichen Beispielen aus S\u00fcdamerika werden die negativen Auswirkungen unser Wirtschaftssystem auf das Leben von Menschen und der Umwelt deutlich. Zwar ist das EU-Lieferkettengesetz, welches gerade verhandelt wird, ein erster guter Schritt zur Wirtschaftsregulation ist, f\u00fcr einen wirklichen Schutz von Menschen- und Umweltrechten ist weltweit jedoch ein anderes Wirtschaftssystem notwendig. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist auch f\u00fcr 2024 wieder ein Bildungs- und Vernetzungsprojekt geplant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unseren kommunalen Aktivit\u00e4ten stellen wir die vorherrschenden Wohlstandsmodelle auf den Pr\u00fcfstand. Zusammen mit der Zivilgesellschaft konfrontieren wir die Kommunalpolitik mit neuen Leitbildern. Dem individuellen Luxus ist ein kollektiver Wohlstand, ein \u201e\u00f6ffentlicher Luxus\u201c, entgegen zu setzen, so der Befund bei unseren Veranstaltungen zu \u201eneuen Wohlstandsmodellen f\u00fcr die Transformation\u201c. 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